Unser Fischlexikon vom Fischrestaurant und Hotel Schwedi

Wir haben Ihnen viel Wissenswertes über unsere Bodenseefische zusammengestellt. Lernen Sie Felchen, Aal, Kretzer und Co. ein bisschen besser kennen. Sie alle leben in unserem Bodensee und werden in unserer Küche schmackhaft für Sie zubereitet.

Felchen

Das Felchen ist der "Brotfisch" der Bodenseefischer. Bekannt ist er auch unter den Namen Renke oder Maräne. Felchen verfügen über einen silberglänzenden, schlanken Körper der seitlich abgeflacht ist und haben größere Schuppen als Forellen und Saiblinge. Zwischen Rücken- und Schwanzflosse besitzen Coregonidae - zu deren Gruppe auch die Blaufelchen gehören - eine Fettflosse und tief eingeschnittene Schwanzflosse.

Er hat weiches und sehr fettarmes Fleisch und lässt sich vielfältig zubereiten außerdem ist er der perfekte Fisch zum Räuchern.

Der Kaviar vom Felchen ist im eigentlichen Sinne eine Spezialität für sich. Man kann ihn darum nicht unbedingt als Ersatz für Kaviar vom Stör bezeichnen. Der Kaviar ist gelb-orange und sehr feinkörnig.

Die Felchenleber ist eine besondere Spezialität unseres Hauses. Schonzeit von Mitte Oktober bis Anfang Januar.

Kretzer

Der Kretzer gehört zur Gruppe der Barsche. Die Schweizer nennen ihn Egli. Er hat sehr zartes helles Fleisch und schmeckt gebraten wie auch gedünstet gleichermaßen gut. Der Kretzer ist eine wahre Delikatesse aus dem Bodensee, seine Schonzeit ist vom 1. Mai bis zum 25. Mai.

Zander

Der Zander gehört wie der Kretzer ebenfalls zur Familie der Barsche. Als freischwimmender Raubfisch bewegt er sich bevorzugt an trüberen Stellen des Sees. Er jagt einzeln und in kleinen Trupps kleinere Beutefische.

Mit seinem weißen, blättrigen Fleisch ist der Zander eine Delikatesse, der sich besonders auch für Klößchen und Terrinen eignet. Selbstverständlich schmeckt er auch gebraten oder gedünstet in einer feinen Soße hervorragend.

Trüsche

Die Quappe, Rutte oder Aalrutte, wie die Trüsche auch genannt wird, bevorzugt klares Wasser und festen Untergrund, wo sie sich bei Tag zwischen Steinen und Geäst verborgen hält. In Seen schweben die kleinen Eier, wie bei marinen Dorscharten, frei im Wasser. Der frisch abgelegte Laich ist klebrig, so daß er in Fließgewässern Halt an Wasserpflanzen, Wurzeln, Steinen und ähnlichem findet. Laichzeit von Dezember bis März.

Bekannt ist die Trüsche besonders auch durch ihre große Leber, ein besonderer Leckerbissen. Meist wird die Trüsche im ganzen paniert und im tiefen Fett ausgebacken serviert. Größere Exemplare lassen sich auch gut filetieren und schmecken z.B. in der Eihülle gebraten sehr gut.

Saibling

Der Saibling, in der Schweiz Rötel genannt, gilt als Geheimtipp am Bodensee. Er überzeugt durch seinen feinen Geschmack und durch sein rosarotes, fettarmes Fleisch. Er besitzt einen schlanken, lang gestreckten Körper und einen flachen Kopf. Seine Körperform ist mit der von Forellen zu vergleichen. Jedoch ist die Mundspalte des Seesaiblings verhältnismäßig weit und seine Schwanzflosse ist stark eingebuchtet. Sein Rücken ist dunkel olivgrün gefärbt. Die Seitenlinie ist als helle Linie zu erkennen. Wie alle Lachsfische besitzt auch der Seesaibling kurz vor der Schwanzflosse eine Fettflosse. Die After-, Bauch- und Brustflossen haben einen leuchtend weißen Saum.

Hervorzuheben ist, dass die Fischbrutanstalt Langenargen verantwortlich für das wieder erhöhte Vorkommen der Saiblinge ist.

Wenn unsere Fischer erfolgreich ihre Netze nach Saiblingen ausgeworfen haben, bereiten wir Ihnen diese gerne im ganzen gebraten oder pochiert zu. Sie werden begeistert sein.

Aal

Der Aal ist die einzige heimische Fischart, die im Meer laicht und im Süßwasser aufwächst, also katadrom wandert. Die von Meeresströmungen unterstützte Herwanderung der Larven aus dem Laichgebiet in der Saragossasee im Westatlantik bis an die europäischen Küsten dauert zwei bis drei Jahre. Vor dem Aufstieg in die Flüsse wandeln sich die Larven zunächst in farblose Glasaale, später in dunkel gefärbte Jungaale um. Bei der flußaufwärts gerichteten Wanderung vermögen sie teilweise Schleusen, sowie kleinere Wehre und Wasserfälle zu überwinden. Da die jungen Aale den Rheinfall nicht überwinden können, wird der Natur am Bodensee etwas nachgeholfen und der Aal eingesetzt.

Besonders bekannt und schmackhaft sind die Gerichte Aal grün und Aal „provencale“. Geräuchert schmeckt er auf Kräuterrührei hervorragend.

Hecht

Räuberischer Bewohner des Sees. Soweit der Siedlungsraum die Möglichkeit bietet, hält sich der Hecht mit Vorliebe nahezu regungslos zwischen Wasserpflanzenbeständen auf und erbeutet aus dieser Lauerstellung heraus vorbeischwimmende Fische. Er ist ein gefräßiger Raubfisch. Die wohl bekanntesten Zubereitungsarten sind die Hechtklößchen und der Hecht badisch.

Seeforelle

Die Seeforelle ähnelt sehr dem Lachs. Ihr Fleisch ist zart rosa bis intensiv rot. Seeforellen können bis zu 1,40 m lang werden. Sie hat einen gedrungenen, kräftigen Körperbau. Wie bei allen Lachsfischen befindet sich zwischen Rücken- und Schwanzflosse die charakteristische Fettflosse. Die Seeforelle ist ein Wanderfisch des Süßwassers, der zum Laichen oft über große Entfernungen in die Oberläufe der Seezuflüsse aufsteigt, aus dem Bodensee bis weit nach Graubünden hinein. Der Laichaufstieg beginnt teilweise bereits Ende August.

Das Filet der Seeforelle schmeckt besonders gut in Butter gebraten und nach „Helder Art“ mit geschmolzenen Tomaten und Kräutern garniert. Im Ganzen gebraten entfaltet die Seeforellen sich zu einem Geschmackserlebnis.

Wels

Der Wels ist ein räuberischer Grundfisch. Er bevorzugt tiefe Bereiche mit weichem Grund. Er ist der größte einheimische Su?ßwasserfisch. Im Winter vergräbt sich der Wels an tieferen Gewässerstellen im Untergrund und hält Winterruhe.

Sein beigefarbenes, weiches Fleisch schmeckt in einem Wurzelsud zubereitet am besten. Auch modernere Garnituren wie z.B. ein würziges Bärlauchsößle stehen dem Wels sehr gut.